AIDA Outdoor-Guide Sebastian arbeitet im Klettergarten von AIDAnova

Arbeitsplatz Klettergarten: Interview mit AIDA Guide Sebastian

An Bord von AIDAprima, AIDAperla und AIDAnova gibt es auf dem Activity Deck Four Elements eine ganz besondere Attraktion: ein Hochseilgarten an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Sowohl Kinder als auch Erwachsene können den Parcours in luftiger Höhe meistern. Wir haben mit Outdoor-Guide Sebastian gesprochen, der für Sicherheit, Durchführung und Terminplanung im Klettergarten zuständig ist. Wie er zu diesem Job kam und wieso er ihn so liebt, erzählt er in unserem Interview!

Wie lange arbeitest du schon bei AIDA und wie bist du auf die Idee gekommen, dort anzuheuern?

Bei AIDA habe ich im März 2017 angefangen. Von meiner Bewerbung bis zu meinem ersten Tag hat es fast ein halbes Jahr gedauert. Das hing unter anderem damit zusammen, dass alle Outdoor-Guides, die im Klettergarten arbeiten, einen zertifizierten Schein durch die IAPA (International Adventure Park Association) machen müssen. Da bei AIDA Sicherheit großgeschrieben wird, ist dieser Schein unbedingt notwendig! Während der Ausbildung lernt man alles rund um das Thema, von Sicherung bis Fallangst.

Mir kam es gelegen, dass ich schon seit meinem 10. Lebensjahr „in den Seilen hänge“ (lacht). Andere in meinem Alter gingen zum Fußball oder zur Feuerwehr, ich entschied mich für die Bergwacht. Seit diesem Tag ist das Klettern meine Leidenschaft, egal ob direkt am Berg, in der Halle oder hier im Hochseilgarten von AIDAnova, wo ich aktuell arbeite.

Wie sieht deine Arbeit im Klettergarten von AIDA aus?

In einem Wort zusammengefasst: strukturiert, denn hier geht es um die Sicherheit. Deshalb beginnt mein Tag immer mit einem Park-Check. Das heißt, dass meine Kollegen und ich die verschiedenen Hindernisse prüfen, Sicherheitsgurte kontrollieren und die einzelnen Parcours-Elemente für die Gäste vorbereiten. Alles in allem dauert das rund 45 Minuten, wenn man den Park-Check allein durchführt.

Über den Tag verteilt gebe ich den Kletterwilligen eine Einweisung in die Technik und Sicherheitsbestimmungen, zeige, wie die Karabiner funktionieren, und vereinbare Termine mit Gästen, die den Hochseilgarten austesten möchten. Ein wichtiger Teil meines Jobs ist es, die Kletternden zu beobachten und auf die Art und Weise zu achten, wie diese sich verhalten – einerseits um zu prüfen, dass sie ordnungsgemäß gesichert sind, andererseits um zu sehen, ob jemand Angst hat, sodass ich ihm Hilfe anbieten kann.

Dieser Detailblick, ob jemand Hilfe braucht oder mit seiner Angst kämpft, ist über lange Zeit antrainiert. Ich erkenne inzwischen anhand der Bewegung der Leute, ob sie Unterstützung brauchen und ob sie unter der Angst leiden.

Ansonsten besteht mein Arbeitsalltag aus Verwaltungsarbeit, Tages- und Wartungsprotokollen sowie dem Säubern des Parks. Im Regelfall fällt letzteres einmal die Woche in Form von staubsaugen an – ein Klettergarten will schließlich auch gepflegt werden! Zu guter Letzt werden am Abend diverse Rollelemente wegen möglichem Seegang gesichert.

Hinweisschild Klettergarten
Verschiedene Rollelemente gilt es im Klettergarten von AIDAnova zu bewältigen

Ab welchem Alter dürfen Kinder bei AIDA den Hochseilgarten ausprobieren?

Kids müssen mindestens 6 Jahre alt und mindestens 1,40 m groß sein. Eine Maximalgröße gibt es übrigens bei uns nicht, das Maximalgewicht beträgt jedoch 120 kg. Ab 12 Jahren dürfen Kinder und Jugendliche ohne Erwachsene klettern. Und das Beste daran? Klettern ist bei uns für Jung und Alt kostenfrei!

Wer Lust auf eine Runde Klettergarten hat, sollte am besten direkt zu Beginn der Reise zu uns kommen und wir vereinbaren einen Termin. Das geht auch nur vor Ort und nicht über das Online-Portal MyAIDA.

Ist klettern auch cool für Teenager?

Klettern ist für alle Altersklassen cool! Egal ob Oma, Opa, Mama, Papa, Kind oder eben Teenager! Das Schöne daran: Jeder, der es durch den Parcours schafft, hat ein breites Lächeln im Gesicht. Da ist das Alter völlig egal, denn die Überwindung, aus seiner persönlichen Komfortzone rauszukommen, gibt den meisten Menschen ein positives Gefühl.

Sicherheitshinweise Klettergarten AIDAnova
Sicherheit geht vor: Nur mit Sicherheitsgurten darf geklettert werden

Wie gefährlich ist es zu klettern?

Also das Schlimmste, was passieren kann, sind blaue Flecke oder Schürfwunden. Gefährlich ist es aber aufgrund des Sicherheitsgurtes nicht. Diese werden täglich gewartet und bei jeglicher Auffälligkeit aussortiert. Zudem ist der Klettergarten vom deutschen Hersteller Hochkant gebaut und anschließend vom TÜV geprüft worden.

Kann man im Notfall oder bei Höhenangst gerettet werden?

Selbstverständlich, auch dafür sind wir da. Dazu kann ich sagen, dass Höhenangst-Gäste noch nie abgeseilt werden mussten, weil wir vom Kletterteam die Gäste step by step durch den Parcours führen und Unterstützung anbieten. Dabei ist es wichtig, sich Zeit zu lassen und sich langsam zum Ziel vorzuarbeiten.

Was liebst du an deinem Job am meisten?

Menschen zu motivieren, die manche Hürden sonst nie genommen hätten! Durch gezielte Unterstützung kann man sehr viel erreichen und das Leuchten in den Augen am Ende des Klettergartens ist der schönste Ansporn für mich. Dadurch dass man den Gästen die Angst nimmt, geben sie dir so viel zurück, weil sie selbst so glücklich und positiv begeistert von dem Erlebnis sind. Das macht meine Arbeit einfach schön.

Hoch oben warten viele Hindernisse im Klettergarten von AIDAnova
Von leicht bis schwer: Im AIDAnova Parcour gibt es viele Hindernisse

Ist der Klettergarten für dich noch eine Herausforderung oder durchläufst du ihn quasi im Schlaf?

Ihn im Schlaf zu durchlaufen, übe ich sogar (lacht)! Nein, also ich trainiere den Park tatsächlich mit geschlossenen Augen, weil ich die Hindernisse blind können sollte. Für mich persönlich bringt das extrem viel Spaß, weil man sich plötzlich auf ganz andere Dinge als seine Augen verlassen muss, zum Beispiel auf das sichere Stehen. Mit offenen Augen ist der Park aber keine Herausforderung. Auf AIDAprima habe ich sogar einmal aus Spaß die Zeit gestoppt und getestet, wie schnell ich es durch den Hochseilgarten schaffe. Mein Ergebnis lag bei 70 Sekunden.

Was würdest du Eltern sagen, die sich noch nicht sicher sind, ob das Klettern was für ihren Nachwuchs ist?

Einfach vorbeikommen und Spaß haben! Es gibt weder ein Richtig oder Falsch beim Absolvieren und gerade Kinder gehen häufig unbefangener an die Sache ran. Sie probieren die Hindernisse einfach aus und überwinden sich somit häufig schneller als manch ein Erwachsener. Falls Eltern unsicher sind, können sie auch jederzeit zu uns kommen und mit uns über ihre Sorgen und Bedenken sprechen.

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