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Mama und Baby vor Flugzeug

Ohrenschmerzen im Flugzeug: Tipps zum Druckausgleich bei Babys

Titelbild: ©kieferpix - stock.adobe.com

Viele der schönsten Kreuzfahrtrouten starten und enden nicht in Häfen, die mit dem PKW, Bus oder Zug erreicht werden können. In einem solchen Fall ist ein Flug zum Kreuzfahrtschiff leider unvermeidbar. Wer zum ersten Mal mit einem Baby fliegt, macht sich natürlich so einige Gedanken. Eine Sorge betrifft meist den Druckausgleich beim Starten und Landen des Flugzeugs. Wir geben Ihnen Tipps an die Hand, um Ohrenschmerzen bei Ihrem Nachwuchs zu verhindern.

Weshalb fällt Babys der Druckausgleich im Flugzeug so schwer?

Für viele Babys sind gerade der Start und die Landung sehr unangenehm und sie fangen an zu weinen. Das Problem ist der sinkende beziehungsweise steigende Luftdruck in der Flugzeugkabine. Für Erwachsene ist es sehr viel leichter, den Druck auszugleichen – nur wenige klagen über Ohrenschmerzen. Jedoch ist circa ein Viertel der Babys und Kinder davon betroffen.

Die Ursache hierfür ist biologischen Ursprungs: Die Eustachische Röhre führt von der Nase zum Ohr und ist für den Druckausgleich verantwortlich. Bei Erwachsenen passt sie den Körper den veränderten Druckverhältnissen circa einmal pro Minute an. Bei Kindern kommen gleich mehrere Punkte zusammen, die den Druckausgleich erschweren:

  • Die Eustachische Röhre ist bei ihnen kürzer und anders geformt.

  • Kinder leiden öfter unter Atemwegsinfektionen, die dafür sorgen, dass die Eustachische Röhre zuschwillt.

  • Die Eustachische Röhre bei Kindern arbeitet sehr viel langsamer als bei Erwachsenen. So findet bei Säuglingen nur alle fünf Minuten ein Druckausgleich statt, während des Schlafens sogar noch seltener.
Bordunterhaltung im Flugzeug
Flugzeug am Flughafen

Bilder: ©EURESAreisen

Wie kann man seinem Baby beim Druckausgleich helfen?

Erwachsene kauen meistens ein Kaugummi oder lutschen ein Bonbon, um den Druck auszugleichen. Sind Ihre Kinder schon älter, ist dies auch eine Option für sie. Für Babys eignet sich diese Vorgehensweise natürlich nicht, weshalb Sie sich anders behelfen müssen. Wir stellen Ihnen im Folgenden einige Möglichkeiten vor.

Saug- und Schluckbewegungen

Ein gutes Hilfsmittel gegen Druck auf den Ohren sind Saug- und Schluckbewegungen. Zwar können Babys kein Kaugummi kauen oder Bonbons lutschen, jedoch hilft auch das Saugen an der Flasche oder einem Schnuller. Zudem können Sie Ihrem Kind auch etwas Brei geben.

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Ohrenstöpsel

Für Kinder ab einem Jahr kommen auch spezielle Ohrenstöpsel in Frage. Diese sind darauf ausgerichtet, den Druckausgleich im Flugzeug zu erleichtern. Es stehen verschiedene Größen zur Auswahl.

Nasentropfen nur bei Erkältung

Einige Ärzte empfehlen Nasentropfen gegen Ohrenschmerzen beim Fliegen. Diese sind jedoch nur zu empfehlen, wenn Ihr Baby erkältet ist. In diesem Fall lösen sie die Schwellungen in der Eustachischen Röhre und erleichtern Ihrem Nachwuchs so den Druckausgleich. Ist Ihr Kind nicht erkältet, sind Nasentropfen überflüssig. Trotzdem kann es nicht schaden, sie in Ihrer Reiseapotheke griffbereit zu haben.

Info

Natürlich macht man sich Sorgen, wenn das Kind anfängt zu weinen. Jedoch ist dies sogar hilfreich: Das Weinen hilt beim Druckausgleich. Sollte sich Ihr Kind jedoch nicht mehr beruhigen, versuchen Sie, es mit Spielzeug abzulenken oder es mit den oben genannten Tipps zu unterstützen.

Schlafen

Es gibt unterschiedliche Ansichten darüber, ob Babys während des Starts und der Landung schlafen sollten. Auf der einen Seite sind viele Babys, wenn Sie unausgeschlafen geweckt werden, sehr nörgelig. Dann wollen sie oftmals nicht ruhig am Schnuller oder der Flasche nuckeln und können somit keinen Druckausgleich schaffen. Auf der einen Seite führt beim Schlafen die Eustachische Röhre seltener einen Druckausgleich durch und Ihr Kind könnte mit Ohrenschmerzen erwachen.

Frühzeitig mit dem Druckausgleich beginnen

Generell gilt, dass Sie frühzeitig mit dem Druckausgleich bei Ihrem Baby beginnen sollten – am besten circa 25 Minuten vor dem Start beziehungsweise der Landung. Denn je höher der aufgebaute Druck wird, desto schwieriger wird es, ihn wieder abzubauen. Warten Sie nicht bis die Landung angesagt wird, sondern bitten Sie eine Flugbegleiterin darum, Ihnen rechtzeitig Bescheid zu sagen.

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